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act 186 · silk saw · 8 reports · cd

tracklist:
conductor, faceless, faggoted, failure, barrel - inside, sleep will come, relegation, defeated.

recorded and mastered at laboratoire central, brussels, 2006.

8 reports is an album that can be seen as a conceptual work. eight tracks (eight 'reports') about the current state of man and the planet he lives on. however, there is more than enough room for interpretations, personal additions and dissenting votes - marc medea and gabriel severin do not agitate. they do allegorise though and when asked they say "we hope that people will see the humour inside those reports - a humour you will find in samuel beckett's works for example."

once again the two belgians easily create an aural sphere in which the usual musical laws don't seem to exist, or don't seem to be useful. the same can be said about time itself - a track's duration has no meaning to the listener - time is suspended. some tracks seem to be geometric but try listening to these backwards. the instruments, f.e. synthesizers, 6-string bass guitar and drum computer, are treated in the unusual silk saw way. none the less, you might notice that straight forward rhythms are on the album - 'conductor' or 'faggoted' are good examples. the quiet, dark 'sleep will come' sounds as the title implies, and 'faceless' is something special: broken and un-metric beats. this track is their most recent composition and maybe one of their best tracks - so say the artists.

a moody, mesmerizing release, another planet in silk saw's universe.

silk saw discography 09.2k6:
8 reports. cd. ant-zen act186. 2006
prestation. cd-ep. waystyx wr23. 2006
empty rooms. cd. ant-zen act166. 2005
walksongs. lp. ant-zen act128. 2002
claudicating. cd. hypraphon hyp01. 2001
electric musical chairs (w/ jardin d'usure). cd. sub rosa sr172. 2000
4th dividers. cd. ant-zen act106. 1999
this time it's war. lp. hymen records ¥010. 1998
preparing wars. cd. ant-zen act82. 1998
welcome to my house. lp. sub rosa qu242. 1997
dystopia. cd. sub rosa sr116. 1997
come freely, go safely... cd. sub rosa sr107. 1996

reviews:

der medienkonverter
silk saws letztem konzeptalbum bei ant-zen "empty rooms" lag ein sehr schwieriges thema zugrunde. dieses mal aber beschäftigen sich das duo gabriel severin und marc medea mit der menschheit und dem planeten, auf dem sie lebt. zusammengefasst werden silk saws auffassungen in 8 berichten, die eingang in ihrem neuen album "8 reports" gefunden haben. auch wenn das thema ziemlich weit ausgeholt und für manchen schwer verdaulich klingen mag, so sehen silk saw ihre stücke nicht als todernste abhandlungen, ja, das duo hofft sogar, dass die hörer den humor in seinen stücken erkennen. nun, das dürfte etwas schwer fallen, denn wie immer spielt silk saw mit geräuschen und samples und gibt "8 reports" einen gehörig experimentellen anstrich. die experimentierfreude hält sich aber zum glück in grenzen und wird nicht ganz auf die spitze getrieben. bei songs wie "faggoted" kann man sogar von so etwas wie einem song sprechen, was bei silk saw nicht unbedingt immer der fall ist. sehr geschickt setzen die beiden soundtüftler samples ein, etwa von einem akkordeon oder von jazzmusik, um eine geheimnisvolle stimmung aufzubauen. trotzdem lässt sich das ergebnis nur schwer beschreiben. bass und synthesizer werden mit beats und klicks verwoben. mal hört es sich an wie das knistern einer schallplatte, mal wie das scheppern dünner metallbleche. silk saw öffnen sich dem hörer weiter denn je und dennoch bleibt eine sehr große distanz bestehen, die es erst einmal zu überwinden gilt. etwas für unerschrockene und entdecker.

magagin.de
marc mœdea und gabriel séverin sind silk saw. das vorliegende album "8 reports" ist kein easy-listening, vielmehr verstört es, wühlt auf, aber überzeugt. dennoch ist es kein reines nerv-album, sondern hat durchaus seine unterhalterischen qualitäten. eins vorweg. um 8 reports genießen zu können braucht man auf jeden fall eine ordentliche anlage mit guten boxen und - was mindestens genauso wichtig ist - chillige nachbarn, die nicht gleich ausrasten, wenn man den volume-regler der guten anlage auch benutzt. alternativ können es auch kopfhörer tun, die auch im unteren frequenzbereich am start sind. eine empirische studie brachte mich zu dieser erkenntnis. eine beschissene wg-gemeinschaftsküchen-stereo-anlage sollte mir mal zeigen um was es so grob bei der cd geht und eine vorbeistreunende mitbewohnerin schaltete beherzt die anlage aus, in der annahme es handele sich bei silk saw um den frequenzbereich zwischen zwei radiosendern. tatsächlich wird viel gerauscht und geknackt, sodass man leicht zur annahme kommt, es handele sich hierbei um das ungewöhnliche genre glitch. allerdings nutzen silk saw die für glitch elementaren störgeräusche eher peripher - sie sind stilmittel um atmosphäre zu schaffen. musik dieser art genussvoll zu konsumieren braucht ein wenig übung, denn sie kann abschrecken, wenn man nicht vertraut ist mit den sphärischen, perkussiven und strukturarmen stücken, wie sie vielleicht auch venetian snares macht. 8 reports ist allerdings im grunde ein eher ruhiges werk, dessen herzstück meines erachtens der zweite track "faceless" ist und auch die beiden künstler halten es für das vielleicht beste stück. der sound hat etwas von kanalisation, tropfende töne mit dunklem hall fliegen durch den akustischen raum, der aber noch von einer vielzahl weiterer meteoriten durchkreuzt wird. diese kumulieren zum ende des tracks vordergründig dezent aber in relation zum abgesteckten rahmen geradezu feuerwerksartig. auch wenn das album einen recht homogenen grundton hat, was durchaus gewollt ist um ein unterbrechungsfreies hörerlebnis zu garantieren, finden sich auch zugänglichere tracks. zum beispiel "fagotted" ist in seinem aufbau deutlich strukturierter und somit zugänglicher. aus faserigen anfangsgeräuschen schält sich ein einfacher, rhythmischer beat, der durch die achtminütige tonwelt aus sanften midi-sounds, synthezisern und weiteren wechselnden drummustern geleitet. trashige breaks brechen mitunter dazwischen, deren snares so hart verzerrt sind, dass man nur heiseres rauschen wahrnimmt. nicht frei von ironie klingt das lied mit munteren orgeln aus, bei denen man feststellt, dass sie eigentlich die ganze zeit dabei waren und nur ganz zum schluss einen offeneren auftritt haben. als fan von tiefen tönen komme ich beim nur vierminütigen "failure" auf meine kosten. eine bassline, die an scratches unter wasser erinnert, wummert durch den track und fiebriges, hohes knistern huscht von links nach rechts über die lautsprecher. mein fazit fällt mir schwer. die musik ist gut, das kann man so einfach schon festhalten und vielleicht reicht das auch schon. allerdings drängen bedenken nach der alltagstauglichkeit ein wenig danach erwähnung zu finden, womit sie auch nicht ganz daneben liegen. denn 8 reports kann nicht beim lesen gehört werden oder noch viel weniger beim unterhalten mit irgendwem. dafür fordert silk saw zuviel aufmerksamkeit. die verbleibende situation allein oder gemeinsam andächtig lauschend der vertonung urbaner düsternis zu frönen, ist auch nicht unproblematisch. denn etwa in "sleep will come" sind nicht nur ereignisse recht rar gesät sondern auch der eigentliche sound ist leise und schläfrig, was bei einem acht minuten-track dann doch die gedanken schweifen lässt. dennoch muss man den hut ziehen vor der leistung, die silk saw verbracht hat. die akustische darstellung von urbanität, von menschsein und vergänglichkeit in dieser färbung sind meines erachtens einmalig. (s.krutzinna)

gothtronic
silk saw is a duo from brussels, consisting of marc medea and gabriel severin. they have been active for a long time now and released several albums under the silk saw guise. most of them on the ant-zen label, which probably needs no further introduction. there music is hard to describe as it is so many things while still maintaining its own unique style. a blend of idm, industrial and ambient smothered in darkness could give you an idea of what to expect. but expectation is a word that doesn't feel at home within the abstract musical world of "8 reports", which is so carefully crafted and laid out by the two belgians. following up last years very fine "empty rooms" album "8 reports" continues the journey down the dense and sinister path to a place where rules and laws are useless as far as music is concerned. "8 reports" consist of eight tracks (what a coincidence) all filled with beats, broken rhythms, textures and the most unusual sounds all mixed and melted to become their own stories. a better way to described them is as compositions in which every element is skillfully constructed and placed for a reason. this is the part in which silk saw excels and rises above so many others. with two feet on the ground and my mind in perfectly clear condition (as far as that still applies) i'm going to state the following: "this album lives!" it is breathing, thinking and speaking to you in a way that almost becomes scary several times. give it your full attention and you will start to feel like you are in some gloomy organic place where music is constructed by a living environment full of weird and indefinable things. "8 reports" is however not an easy album and not it's not cut out for everyone, although the tracks can also be enjoyed while playing them on the background when your occupied in some other business. if you want the full experience in the way i described above you have to put a little effort in it. sit down, grab a beer (or some other random drink), clear your mind, put on the album and focus yourself on the sound. preferably, let this all take place in a dark environment to enhance the impact. within a few minutes your mind will not be in that place anymore. i hope that everyone who comes across this album will take the time to listen to it carefully and not simply dismiss it as repetitive loops of random sounds which it may seem to be on the surface. try to dig a little deeper and you will be lavishly rewarded with an unusual experience of about an hour. with "8 reports" silk saw not only proves that music can be so much more than sound alone, it also challenges you to listen to what it has to say. the experience however heavily depends on if you believe it or not. i did! (niels)

octopus
on avait connu silk saw dans sa version illbient/dubbysante (come freely, go safely, paru chez sub rosa). on avait connu silk saw dans sa version indus/core radicale (this time it's war, paru chez le petit frère hymen). désormais, il faudra apprendre à conna”tre le silk saw de 8 reports. organiques, instables, démantibulés, les huit titres qui constituent ce disque flirtent le plus souvent avec l'indicible. une quête larvaire au plus profond de la granulation sonore, une mise en scène abyssale dans un lit purrulent de fréquences downtempo, d'ondes radio subliminales. autant le dire, on avance dans cette musique marécageuse comme au milieu d'une fange collante, prudent et circonspect. un profond déséquilibre sonore s'installe, incongru et rampant, mais qui finalement nous reconnecte en partie avec les expériences dadaïstes passées du duo brusselois au sein du projet semi-théâtral jardin d'usure. du coup, il faut attendre le troisième morceau ("faggoted") pour avoir l'ébauche du début d'un soupçon de rythmes, bien évidemment en proie aux pires caresses sonores anti-gravitationnelles, donnant parfois l'impression qu'un juke-box fantôme a fait office de producteur parasite, quelque part au fond d'un trou noir de cérémonie. "failure" s'ouvre comme une pièce de musique contemporaine tronquée, faisant ronronner à nos oreilles les restes de cymbales éraillées. les sons se tordent comme soumis à une étrange lévitation géométrique et puis le silence...brutal, froid. le son redémarre sur un "barrel, inside" sinueux, torve comme un sourire de bec-de-lièvre. des nappes analogiques filent dans nos ouïes et on se prend à les écouter comme on suivrait du regard une étoile filante. intensément. puis le silence, encore. lancinant. eprouvant....."sleep will come" indique le morceau suivant, comme pour nous convaincre que notre salut est pour bientôt. convaincu ? pas si s˛r. pour en savoir plus. (laurent catala)

black issue 45
die beiden belgier haben es sich in ihrer brummigen klangwelt mittlerweile gut eingerichtet. innerhalb der konstanten pulsierender rhythmus, schmirgelnde drones und kratzige melodik verschieben sie immer wieder nur die mischungsverhältnisse. dennoch kommen sie immer wieder zu frischen ergebnissen. "8 reports" besticht diesmal durch auffällig in den vordergrund gespielte rhythmen. die knirschige industrialatmosphäre von früher rückt sehr in den hintergrund. dagegen folgen sie trocken puckernden drumcomputern, um die sie verfremdete gitarrensounds und synthieheulen packen. ungewöhnlich metrisch für die silk saws. als hätten sie zufällig clicks'n'cuts beim zusammenfegen der eisenspäne in ihren fabrikhallen entdeckt. ein schöner hybrid beider klangwelten. (till)

brainwashed.com
an aberration among their label mates, silk saw has consistently managed to operate on the fringe of the so-called rhythmic noise scene, with compelling sonic consequences. thankfully, ant zen founder stefan alt continues to stand by the often difficult listening crafted at laboratoire central, collaborators marc medea and gabriel severin's enduring brussels studio. the duo's clever moniker, the soft fetishworthy fabric genetically spliced with a cold dangerous tool, could never be lost on the astute listener. its music, while never particularly pretty, always allows for an uneasy, narcotic calm to share space with the unrelenting rhythms. industrial in the purest sense of the word, 8 reports doesn't diverge too much from that loose formula over the course of its eight tracks, fitting in well with such provocative silk saw albums as preparing wars and 4th dividers, two of the finest ant-zen records to date. alt's typically brilliant artwork this time around depicts a crude, sub-kraftwerkian mechanical man, an automaton bearing the dust and wounds of years of neglect. such imagery immediately evinces an excellent mindset for appreciating these recordings. "conductor" builds slowly through percussive clicks, as if mimicking how the abandoned robot might sound when finally turned on, culminating in a repeating lo-fi surge that implies a readiness to serve. beginning with a dark ambient passage of almost clichéd sounds, "faggoted" drops a frenetic beat, looped at an assembly line pace, surrounded by a restrained cacophony of shifting tones, bleeps, and drones. sparks fly like white hot snares ever so suddenly around the five minute mark, teetering towards territory already covered extensively by pan sonic, a forgivable lapse considering the two acts are essentially contemporaries. "sleep will come" plays out like a machinist's lullaby of hypnotic hum and high-pitched ringing electronics, the sounds one might encounter trying to catch a nap in the factory's empty break room. closer "defeated" conjures the spectre of 2-step garage before growing in rhythmic complexity and disquieting intensity, climactically sputtering out in a series of hiss strewn delays and filters, powering down the sad contraption perhaps indefinately. (gary suarez)

vital weekly 566
11th shot from this belgian project called silk saw, is a pretty unusual work, - and a very fascinating work indeed! silk saw, consisting of the two composers marc medea and gabriel severin, has been active as silk saw since 1996. on this latest album, the sound equipment counts synthesizers, drum-computers and six-string guitars. this combination ends up with a result that is best described as spacey jazz meeting weird breakbeats and subtle noises reminding of a mixture between the intelligent breakbeat-textures of breakbeat-specialist squarepusher and some freaked-out psychedelia expressions memorizing the golden days of krautrocking faust. the eight works is very exaggerating mixtures of subtle noise layers operating underneath nocturnal sounds of guitar-artistry, sometimes deep drones of the strings other times melancholic jazzy riffs added some waving organ sounds and complex rhythm textures. imagine how an avantgarde jazz band of space invaders gigging in some smoky jazz club on planet mars would sound like. does that sound strange? it certainly is strange and highly original! (nmp)

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