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act 190 · ultra milkmaids · pocket station · cd

tracklist:
so sorry, a real cry, les dreams, my star, why?, the greatest smile, um vs colleen 01, us, my b3 is my atom heart, um vs colleen 02.

the ultra milkmaids can be found in unusual places: record stores, stages, maybe even on video covers. the ultra milkmaids can also be discovered in many record collections - if you file your records alphabetically then all their records can be kept in one place. but if you sort by genre... trouble may start. 'peps' for example will be stored where all the 'difficult' stuff is - soundscapes, bits'n'clicks, the 'new music' which is actually fifty years old now (if you know how to spell 'pierre schaeffer') - but we zone out. 'pop pressing', well that's another story. if you enjoyed that record then you will park it not too far from your many stereolab and sonic youth albums. with this release, u.m. has returned to the guitar-oriented basics they originally started with in 1993 but now there is the addition of the experimental sound modifications from the 'peps' days.

this new release entitled 'pocket station' is the logical sequel to 'pop pressing'. the band itself classifies the u.m. sound as 'hypnotic and melodic rock'n'roll' - which might look a bit vexing. sure the instrumentation could be used by a 'rock-and-roll-band': acoustic drums, electric guitars and bass. however, the use of the sampler and gbf-moog system mentioned in the booklet stops any comparisons to the rock genre.

what we have here is a truly fine mixture of post eighties experimental rock (in all its varieties) - augmented with the sound ingredients the milkies are well-known for. 'less drem' with it's long sallow synth line followed by psychedelic backwards-guitars and irritating clicks is a perfect example of u.m.'s ability to mold 'unreasonable' styles into one. there is always a surprising continuation within their songs - 'my star' could be a velvet underground cover (with the residents' vocalist as a guest), but in the end the synth takes over - and believe me, this is not a hawkwind tune...

so try this release, let it take over. it might be possible that you will discover new worlds by entering seemingly 'old' ones. file this album wherever you like...

discography ultra milkmaids 10.2006 (excerpt):
2006. cd. pocket station. ant-zen act190
2006. cd. oldies vol. 1. manifold records mancd047
2005. cd-ep. lands. waystyx 18
2004. cd. pop pressing. ant-zen act160
2001. 10". disco_2k ep. ant-zen act110
2000. cd. peps. duebel whol8
1999. cd. vorely relay (remixes). noctovision records 07
1998. cd. mort aux vaches. staalplaat
1998. 7". jain umpoulet. drone records 025
1997. cd. vorely. noise museum records 015
1997. 12". borray ep. noise museum records 010
1996. 7". lou. u mohol records 03

ultra milkmaids on the web:
www.ultra-milkmaids.com
www.myspace.com/ultramilkmaids

reviews:

magagin.de
hast du auch diese furchtbaren bekannten, die einfach nur rock'n'roll hören? scheiß egal: hauptsache england! hu hu hu! ich dachte ja mal, dass nach oasis irgendwie mal ruhe einkehrt, aber weit gefehlt. mano diao schaffte es jüngst auf das feuilleton-titelblatt und vor der nächsten arctic monkeys platte fürchtet man sich jetzt schon (ob der deutlich überrotierten songs ihres erstlingswerks). naja, und dann kacken dann ja noch franz ferdinand und der der ganze glasgow-kram rum... naja. zurück zu diesen menschen. es juckt einem ja schon mal in den finger da ein wenig zu hänseln. mir geht es zumindest so und mein instrumentarium diesem drängenden bedürfnis nachzugehen ist dann doch eher beschränkt, bzw. beschränkt sich selbst, weil es irgendwie dann doch nicht immer witzig ist. dennoch: das bedürfnis bleibt. allerdings schiebt die band "ultra milmaids" (ja, das heißt ultra milchmädchen!) mit "pocket station" eine platte in die regale der recordstores, die man unbedingt an diese moderocker verschenken muss. und zwar mit einem freundlichen lächeln, warmherzig und charmant - auch wenn das nicht die ersten adjektive sind, die deinen bekannten einfallen, wenn sie dich beschreiben müssten. jetzt hab ich hoffentlich furchtbar neugierig gemacht, wieso die platte für unser vorhaben so bestens geeignet ist, und bin ich so galant, das rätsel umgehend zu lüften, nicht nur weil dies der job eines musikrezensenten so gebietet. den auftakt der cd bildet ein song, betitelt mit "so sorry" (wie schön) und rockt so richtig drauf los. schön krachiges schlagzeug mit beckeneinsatz und so, dazu einfach, leicht annehmbares gitarrengeschrammel. von so manchen rock-alben ist man es ja gewohnt mit einem instrumental begrüßt zu werden, sodass es gar nicht auffällt, dass kein gesang da ist. dass neben den retro-trash-gitarrensoli noch kleine samples fleuchen, dürfte dem subjekt unseres schabernacks sicher nicht auffallen, wir haben es ja hier eher mit einem neon-lesenden kleingeist zu tun. beim zweiten track dürfte so manchem rocker schon mulmig werden. der song ist wie psychologische architektur - schräge decken und bögen schaffen unsicherheit, auch einen hauch von unbehagen. und ein wenig ist es hier auch so. der song ist nicht das was er zu sein vorgibt. hinter der post-80er rock-fassade treiben rückwärtsgitarren ihr unwesen, ungefragt und - wie wir hoffen ungewollt - gedeihen leise kleine soundlandschaften. analog zu den songstrukturen verhält es sich weitestgehend mit dem ganzen album, wenngleich die tracks durchsaus abwechslungsreich sind. mir kommt das bild des trojanischen pferdes in den kopf. im hölzernen rock'n'roll-pferdchen werden verstörung säende achillesse durch das trommelfell in das gehörzentrumstroja geschleust. der fünfte track "why?" ist noch ein liebling von mir. unschuldig wie eine katholische grundschülerin erklingt die akustikgitarre. man möchte directment ein lagerfeuer entfachen und stockbrot machen und empfindsam werden. aber das verdammte rauschen im hintergrund, das am anfang ja eher so versehentlich erschien; es geht einfach nicht weg. und dann kommen noch diese lang gezogenen feedbackartigen pieptöne und lachen sich wie kleine teufel kaputt über die ganze lagerfeuerkacke. aber die akustikgitarre weiß weshalb sie in diesem song existiert spielt das lustige spielchen mit, denn sie weiß, der lustig macht sich das feedback nicht über sie, sondern über den zuhörer. das schöne an der platte ist, dass sie sich ganz herrlich hören lässt, wenn man den rock'n'roll-anspruch nicht hat und sie nervt dann auch nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern ist ein adrettes stück musik, wohl komponiert, ein wunschkind. so erfüllt "pocket station" den eingangs erhobenen geschenkzweck in jedem fall. entweder der beschenkte findet die cd cool, weil die gitarren so wierd klingen (dann können wir uns freuen, dass er nix gecheckt hat), oder er findet die cd scheiße, weil er eben auf die beschriebenen irritationen reinfällt (dann können wir uns auch ganz doll freuen). und dann gibt es natürlich noch den vielleicht eher ausnahmen vorbehaltenen best case, in dem der beschenkte sich verzaubern lässt von den wirren feedbacks, den rückwärtsgitarren und so weiter - dann waren die ultra milkmaids ein guter indikator um einen musikkenner zu identifizieren. (s.krutzinna)

vital weekly 556
many musical territories have been crossed during the thirteen years of existence by french band ultra milkmaids. starting back in 1993 as a hardcore punk band the project moved across experimental free jazz into a techno-based sound sphere until they decided to find themselves somewhere in the borderline between electronic and acoustic sound expression. on this latest release ultra milkmaids stylishly makes my thoughts go back to glory days of german krautrock. with the blend of experimental rock added some punk attitude and lots of free flying psychedelia, the expression turns my minds back into early 70's krautrock albums such as neu's "neu 2" and faust's "faust iv". this is cheerful music with a nice dose of pensiveness. there's not much electronic interruption here, just pure guitar-driven rock at its best. from the emotional track of true melancholy, "why?", to the simple yet very effective tune "my star" with great vocals reminiscent of something in-between the guttersnipe-vocals of mick jagger and the distant and unpolished voice of ian curtis (joy division). "pocket station" is a great album. another great achievement by the band with the funny name! (nmp)

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