act 282 · the [law-rah] collective · field of view · cd

tracklist:
1. from a distance
2. power
3. underneath
4. the lie
5. a different perspective
6. from here

additional engineering by manuel g. richter
photographs & layout by salt

by now it should be common knowledge that no two albums by our dutch friends of the [law-rah] collective are alike - their output is a constant journey of discovery. 'field of view', the eighth full-length cd in their discography, is no exception. for the first time the collective wrote and produced the music as a trio: bauke van der wal - the original initiator of the project - is joined by hiekelien van den herik (member of the collective on the albums '1953' and '...as it is...') as well as martijn pieck (a.o. 'solitaire', 'inspiration', '[ans]werk' and the soundtrack of the documentary 'verzet in indië').

this collaboration resulted in an album which has the typical [law-rah] signature: massive deep drones and minimalistic sound collages are accompanied by minimal sequences and (un)steady beats that blend into the alienating soundscapes or set the pace for memorably haunting, atmospheric melodies. in the vocal department hiekelien proves herself to be an amazing singer, alternating between spoken word recitations as known from earlier [law-rah] albums and one-of-a-kind songs.

'field of view' delivers a new chapter in the history of this prolific project's output - a fascinating insight into different perspectives, exhibited in a surprising and captivating album. the whole view we have of things, how we observe, what we see ... what is reality?... is reality really what we see?

the [law-rah] collective discography 10.2012:
field of view. cd. ant-zen act282. 2012
[ans]werk (w/ cisfinitum). cd. fario cd 11. 2011
solitaire. cd raubbau raub-008. 2009
live in muenster. cassette. danvers state recordings dsr08. 2009
inspiration. cd. ant-zen act224. 2008
touch me i'm sick. cassette. fukk tapes let's erase #13. 2007
...as it is... . 2x3"cd. spectre s29. 2007
heaven and hell. 3"cd-r. darkambient.net. 2006
drones for drella. cd. pflichtkauf pflicht024. 2005
1953. cd. spectre/nautilus na08. 2004
vesuvius. lp. force of nature natural disasters 1. 2003
isolation. cd. darkambient.net. 2003
incarnation. cd. possessive blindfold recordings pbcd016. 2001
droning in c (w/ ovum & jonas lindgren). cd-r. darkambient.net 001. 2001

the [law-rah] collective on the internet:
www.darkambient.net

reviews:

filth forge
the [law-rah] collective return with a full length work, this time under the banner of the little ant, and try to go beyond the decaying dark ambient stereotypes with a mixture of different and contrasting elements. their classic sound is predominating in the anyway remarkable "underneath" and the twenty-minute long, static opening "from a distance", with spoken words offering a little change in the final part, whereas the rest sounds more like environment noises assembled to create a soundtrack-oriented atmosphere, rather than standard dark ambient music. the surprise comes from song-like tracks such as "power", "the lie" and "from here", featuring delicate female vocals and even a hint of rhythm. even an atmospheric downtempo surfaces in "a different perspective", another surprising moment. the [law-rah] collective's effort to move out of this dead and buried scene can't be denied and comes as a welcome breath of fresh air, yet "field of view" is far from being a well-rounded and finished work, sounding more like a sum of different attempts by a band in search of a new style and direction. let's wait and see what they are going to come out with next. (simon v.)

amboss-mag
das holländische projekt the [law-rah] collective verwöhnt den dark ambient liebhaber bereits seit anfang dieses jahrtausends mit dunklen ambient klängen. es ist ja immer so eine sache über dieses genre zu schreiben. dunkle atmosphärische klänge aus elektronischer synthetik in schier unendlich wirkenden collagen. es beginnt mit "underneath", ein sieben minütiges stück, welches aus sanften düsteren klängen besteht, mit einer weiblich stimme die im hintergrund leise spricht. "the lie" besteht aus bedrohlichen sich schleppend voran kriechenden rhythmen und sequenzern zu denen eine diesmal sehr dominant im vordergrund stehende anmutige stimme kontrastreich und wirkungsvoll singt. die eiskalte elektronik ist in jedem der sechs stücke kernelement, kann sich allerdings aufgrund der doch sehr warm erscheinenden stimme von hiekelien van den herik zu einer sehr angenehmen komplexen klanglandschaft entfalten. "from the distance" ist das zentrale stück, welches sagenhafte 20 minuten zählt. die einzelnen passagen wirken fast endlos und transportieren den hörer in wechselnde sphären aus ruhe, bedrohung und beklemmung. erfordert vom ungeübten dark ambient hörer durchaus eine menge durchhaltevermögen. für mich sehr anstrengend zu konsumieren. licht aus, anhören und einfach mal auf sich wirken lassen und mit spannung die eigene reaktion abwarten. (michi)

blackmagazin.com
nachdem das umtriebige the (law-rah) collective aus holland mich schon mit ihrem letzten regulären album "solitaire" bei raubbau bzw. dem darauf melodiös-kreiselnden ambient-sound zu begeistern wusste, überraschen sie auch mit der neuen cd "field of view" auf ant-zen. diese beginnt mit weiblichen a-capella-gesang von hiekelien van den herik, der von einem monoton-statischen drone und männlichen spoken words abgelöst wird. im laufe des recht langen 20 minuten-tracks namens "from a distance" kommen noch stampfende death industrial-schübe dazu, um beim folgenden "power" zwar wesentlich kürzer, aber auch kalt und düster zu agieren. mit minimalen trip hop-rhythmen und dem wiederum weiblichen gesang wird das ganze jedoch angenehm aufgelockert. der dritte track "underneath" mit seinen beklemmenden isolation-sounds und den rezitierenden vocals lässt mich dann irgendwie an die frühe anne clack denken und mit "the lie" wird es wieder kühl wie rhythmisch bzw. durch den dominanten gesang sogar irgendwie eingängig. "a different perspective" folgt diesem schema zumindest instrumental, um mit "from her" hiekelien van den herik zum schluss noch einmal eine geeignete plattform zum entfalten ihrer stimme zu bieten. das ganze erinnert mich auch ein wenig an das seiner zeit leider völlig untergegangene for a space-album "civilian on battlefield" auf wellenform records, welches dann gleichzeitig das ende des projektes darstellte. selbiges ist von dem the (law rah) collective aber nicht zu erwarten, eher wieder eine überraschende richtungsänderung, wie sie jetzt gerade mit "field of view" vollzogen wurde. es bleibt also spannend, welche "häutung" bauke van der wal mit seinem projekt noch in zukunft betreiben wird und bis dahin haben wir noch genügend an dem minimal-schroffen brocken zu kauen, den er uns hier hinterlassen hat. (marco fiebag)

nonpop
zum ersten mal arbeitet das hier schon öfter vorgestellte, niederländische kollektiv the [law-rah] collective als trio. neben dem einzigen ständigen mitglied - und gründer des projekts - bauke van der wal gehören hiekelien van den herik und martijn pieck dazu. beide - die theaterkünstlerin und der musiker aus utrecht - waren schon auf mehreren [law-rah]-alben vertreten und sind keine unbekannten. dennoch verheißt die permanente zahlenmäßige aufstockung des kollektivs um eine person einige änderungen für die achte vollzeit-cd "field of view". die bislang bekannte mischung aus dark ambient und noise wird zum beispiel erweitert um den beinahe poppigen gesang von hiekelien, im gegensatz zur reinen rezitation auf den vorgängern. gleich das erste, mit rund 20 minuten enorm lange stück ("from a distance") beginnt mit einer art mädchenhaftem kinderlied, unter das sich lange, endlose, einzelne orgeldrones schieben. nur in nuancen ändert sich die tonhöhe, teilweise wirkt ein drone leicht gedoppelt. dezente geräusche passen sich ein, und ab der mitte intoniert eine faszinierende, einschmeichelnde, männliche erzählstimme. die orgeldrones ziehen zurück, parallel liefert ein peitschender synthesizerklang einen zeitlupenrhythmus. im letzten drittel folgt eine organische dark ambient-phase, wo die geloopten sounds zu atmen werden und die rhythmen zu wind. "power" (02) bietet sehr ruhige klanglayer, die spacig und verweht, aber vor allem sehr majestätisch wirken. ein minimal tuckernder rhythmus unterstützt die mädchenstimme vom anfang, die hier fast gospelhaft singt, neben kaum veränderten, ohnehin minimalen hintergrund-drones. "underneath" (03) ist purer ambient, der leuchtend und gleißend durchs weltall zieht. sounds klingen wie verhuschte, kosmische stimmen, und typisch für [law-rah] sind die eingespielten, rezitierenden vocals. die zweite albumhälfte ist weniger dronig und wesentlich rhythmischer. "the lie" (04) beginnt mit weiblichem gesang und minimalem beat, geht in richtung cold wave oder angst pop. auch "a different perspective" (05) liefert einen rhythmus in antlers mulm-manier, bestehend aus wenigen klängen, einhüllend, gegen ende verschleppt und überlagert von drones. und auch "from here" (06) erinnert mit rhythmus und verwehtem gesang an einige produkte von sonderübertragung, wie etwa llovespell oder sunday strain. obwohl "field of view" manchmal - durch die sehr langen drone-passagen und die brüche innerhalb der einzelnen stücke - einen sperrigen eindruck macht, ist es ein leichtes, sich hinein zu arbeiten und schönheit zu finden. massige drones, minimale melodien und beats, dazu fesselnde rezitation und der rührend mädchenhafte gesang - sicher das vielfältigste und darüber hinaus ein sehr zugängliches album von the [law-rah] collective. (michael we.)

der medienkonverter
the [law-rah] collective steht seit jeher für anspruchsvollen, qualitativ sehr hochwertigen sound und dieses wird auch wieder auf dem aktuellen album field of view bestätigt. neben dem gründer und ständigen mitglied bauke van der wal besteht das kollektiv diesesmal zusätzlich aus hiekelien van den herik und martijn pieck, die beide auch schon bei vorherigen werken des kolletivs mitgewirkt haben. wie erwartet fahren die beteiligten ganz groß auf, so wie man es von the [law-rah] collective gewohnt ist. es wummert und pulsiert überall, tiefe, alles durchdringende drones durchziehen dunkle klanglandschaften und nach und nach entsteht ein ganz eigener rhythmus, der nur aus summen und leisem dröhnen zusammengesetzt scheint. der hörer taucht in diesen einzigartigen ozean aus klängen ein, wird sogar ein teil des ganzen werkes, welches das kollektiv darbietet. so weit, so gut, denn genau diese klänge und strukturen sind bekannt und wurden bestimmt auch so erwartet. the [law-rah] collective wären aber nicht the [law-rah] collective, wenn es da nicht mehr gäbe, nicht dieses berühmte i-tüpfelchen. das außergewöhnliche und vielleicht wichtigste an diesem album ist nämlich, daß nicht nur mit dem, was die beteiligten ohnehin sehr gut können überzeugt wird, dass also nicht nur solide kost geboten wird, sondern, daß auch andere, frische elemente mit eingewoben werden, die der hörer so vielleicht nicht erwartet hat. das herausragendste dieser elemente ist zweifelsohne hiekeliens gesang. teilweise flüsternd, sprechend, fast hauchend oder hypnotisch singend zieht er den hörer mit hinein in das klanguniversum des kollektivs wobei er nicht einfach nur als purer gesang wahrgenommen wird, sondern eher als eigenständiges instrument, als teil dieses unglaublich dichten soundkosmos, der dem hörer dargeboten wird. sobald man sich auf eben dieses erlebnis, diese reise eingelassen hat, setzt der rhythmus ein, ein stilelement, welches bei the [law-rah] collective zwar sehr sparsam, aber dafür nicht minder wirkungsvoll eingesetzt wird. mal treffen vereinzelte schläge in scheinbar loser reihenfolge auf das wuchtige klangkonstrukt, mal entwickelt sich sogar ein fast poppiger beat, der dem ganzen auch sehr gut zu gesicht steht. the [law-rah] collective überzeugt wieder einmal durch das einschlagen neuer pfade, das einbringen neuer elemente und das ganze bei gleichbleibend hohem niveau - eine perfekte mischung aus altbewährten und frischen soundtüfteleien.

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