act 285 · contagious orgasm & dirk geiger · fallen empires · cd

tracklist:
01. exceed the limit
02. banished kings
03. black heart
04. fettered soul
05. defeated shadows
06. jiyuu
07. resistance
08. defeated shadows (philipp münch remix)
09. resistance (richter magnitude scale remix by p·a·l)

upc 821272309628
release date: 23april2k13

since 1987, japan's contagious orgasm has been active in many intersecting and diverse areas of experimental electronic music, including noise, industrial, rhythmic noise, and ambient. an important and prominent aspect of this project's work are the numerous collaborations with artists from all over the world like bad sector, atrax morgue, kotodama and brume. for this recent release, c.o. is working together with the german based electronic musician dirk geiger. dirk was born in 1975, and has been involved with music since his youth. in 2002, he formed the music label raumklang music, releasing works from artists like hotaru bay, klangstabil, tapage, pandoras black book and his own debut album 'dondukov 15'. for the past few years he has been working on a self titled solo project in which he mainly produces music that could fall into the genres of idm, glitch, and ambient.

on 'fallen empires', the two collaborators generate a cinematic masterpiece of ritualistic ambience. captivating atmospheric synth pads, well-placed field recordings and samples, melodic sequences and dub-like use of echo effects carried on a diverse collection of beats, adding up to make impressive soundscapes of beauty and menace. this album is finished with a dark electro industrial remix by philipp münch, strongly reminiscent of cabaret voltaire and a melancholic orchestrated version of the track 'resistance' by p·a·l. 'fallen empires' describes the downfall of man-made empires. the end of the beginning. the hopelessness of contemporary civilization. their fear and their anger. captivity in a society whose values are no longer your own. the fight against it, to preserve freedom. and the focus on what nobody can ever take away.... your inner freedom.

contagious orgasm discography on ant-zen:
fallen empires (w/ dirk geiger). cd. ant-zen act285. 2013
escape. cd. ant-zen act261. 2011
ripple. cd. ant-zen act211. 2007
dessert addicts will return to this. 2cd. ant-zen act171. 2004
the cause of the flow. cd. ant-zen act131. 2002
in my heart. picture 10". ant-zen act80. 1998
the examination of auditory sense. cd. ant-zen act41. 1996
memoir (w/ brume). 7". ant-zen act39. 1996
hydrophobia. 7". ant-zen jed03. 1994
full discography: www.discogs.com/artist/contagious+orgasm

dirk geiger discography:
fallen empires (w/ contagious orgasm). cd. ant-zen act285. 2013
elf morgen. cd. typanik audio ta069. 2012
second life. digital album. tympanik audio td009. 2011
autumn fields. cd. tympanik audio ta046. 2010
dondukov 15. cd. raumklang music raum-cd2-08. 2008

contagious orgasm webpages:
www.geocities.jp/coolanatomy
www.facebook.com/coolsssm

dirk geiger webpages:
www.dirkgeiger.com
www.dirkgeiger.bandcamp.com
www.facebook.com/dirkgeigermusic

reviews:

alternativmusik.de
weltreiche kommen und gehen, die faszination für den niedergang solcher reiche scheint aber niemals abzuebben. im grunde läuft es immer ähnlich ab: eine region wird immer mächtiger und dehnt sein territorium immer weiter aus, bis es sich sozusagen überdehnt. dann fällt sie langsam aber sicher in sich zusammen, meist gefolgt von sozialen unruhen, die in repressalien münden und schließlich wechselwirkend nach und nach alles zu fall bringen. nun hat sich das japanische elektronikprojekt zusammen mit dem deutschen dirk geiger zusammengetan, um dem verfall auf akustische weise erlebbar zu machen und sich in den ruinen alter reiche zu bewegen. zu beginn scheint dies im vordergrund zu stehen, denn die ruhigen stücke exceed the limit und banished kings geben einem das gefühl, inmitten der leere von alten großen städten zu stehen, während gelegentliche sprachsamples wie geister aus einer anderen zeit wirken. genau so ist black heart ein ambientstück, bis es mit fettered soul langsam rhythmischer wird, bis defeated shadows mit der zeit immer pulsierender wird, aber die das album durchziehende leere nicht wegmacht. jiyuu ist dagegen ein abgesang auf eine kaputte welt und schließlich gibt einem resistance zum schluss noch einmal das gefühl völliger innerer leere, inklusive krähengeschrei. fallen empires durchzieht eine hoffnungslosigkeit, die alben selten innehaben. alles ist dem verfall geweiht, ob es will oder nicht - und sich dagegen zu wehren, erscheint sinnlos, woran auch die zwei remixe am ende des albums nicht zu ändern vermögen... (tristan osterfeld)

nonpop
contagious orgasm aus japan, überwiegend im noise zuhause, haben sich mit dem jungen elektro-musiker dirk geiger aus berlin zusammengetan, gründer des raumklang music-labels. nach einem stück japanischer sprache und ambienthaften synthies folgen flächen mit vielen überraschungen: surrealen, teils fast menschlichen geräuschen (wie schnarchen oder kinderatmo), welche oft geloopt werden und dadurch sehr unheimlich wirken. field recordings aus dem alltag (stimmen, gläserklirren). noisepassagen (selbstverständlich) und sogar sehr rhythmischer, technoider synthiepop. "fallen empires" ist ein dichter, unglaublich vielfältiger teppich zwischen ambient, musique concrète, klangexperiment und ein bisschen synthiepop.

a review in russian language can be found on the machinist's webpage:
www.machinistmusic.net

der medienkonverter
wenn hiroshi hashimoto ein album veröffentlicht, kommt so gut wie immer etwas außergewöhnliches dabei heraus. das liegt nicht nur daran, dass hashimoto mit seinem projekt contagious orgasm immer wieder aufs neue experimente eingeht, die für viele ungewohnt klingen. für seine musikalischen grenzgänge ist unter anderem sein drang verantwortlich, seinen kreativen kosmos durch kollaborationen zu erweitern. dieses mal hat er sich mit dirk geiger zusammengetan, seines zeichens idm- und ambient-musiker und eigentümer des raumklang labels. ihr gemeinsames album trägt den namen "fallen empires" und direkt mit dem ersten song "exceed the limit" merkt man, dass dieses deutsch-japanische duo nicht um geschichtliche aufklärung bemüht ist, sondern eher so etwas wie den sich andeutenden verfall oder den gespenstischen nachhall gefallener reiche zu reproduzieren sucht. samples einer weiblichen japanischen stimme, trommeln und lang gezogene synthie-klänge sowie geräusche und stimmen formen kaum so etwas wie musik. vielmehr klingt der track nach einer klangcollage. das ist bezeichnend für das gesamte album. von abstrakten klängen wie fiepen, glockenschlagen, verfremdeten stimmen und rauschen bis hin zu melodischen und atmosphärischen passagen reicht der reigen der hoffnungslosigkeit, den dirk geiger und contagious orgasm beschreiben. die sporadisch auftauchenden samples von stimmen und alltagsgeräuschen tragen nicht gerade zur erheiterung, sondern vielmehr zur verwirrung des hörers bei. den abschluss des albums bereiten zwei remix-versionen von philipp münch und p·a·l, die der trostlosigkeit ihrer vorlagen zwar nicht entkommen, ihnen aber dennoch eine atmosphärisch dichtere note verleihen können.

back - next - overview