act 60 · aube · embers · cd

great ambient noise and deep dronings from the japanese conceptual artist aube, aka akifumi nakajima. a rising ambient collage of pulsating beauty constructed by using only the sounds of the fire by s.alt as source material.

cd & (zippo like) lighter in special cardboard packaging. lim. 575 copies. deleted.

tracklist:
embers I, chained spark, invisible red, combustion, embers II

reviews:

equinoxe, ausgabe 9/99
akifumi nakajima alias aube ist zwar japaner, verfolgt aber ein etwas anderes konzept als einige seiner landsmänner wie z. b. hijokaidan oder incapacitants, die gnadenlose lärmwälle produzieren und dabei alles verwenden, was ihnen unter die ohren bzw. finger kommt. herr nakajima dagegen verwendet für jede seiner veröffentlichungen nur jeweils eine soundquelle: so griff er z. b. schon auf wasser, glühbirnen oder die menschliche lunge zurück. in diesem fall, der name läßt es ja bereits erahnen, basieren alle sounds auf der manipulation von feuer. das beginnt dann beim ersten teil des titeltracks langsam dronig mit knarren im hintergrund oder bei "chained spark" als knasterndes geräusch mit dezentem rhythmus, das sich zu einer ausufernden kakophonie entwickelt, bevor es langsam "erkaltet". beim 19minütigen "combustion" klingen die feurigen soundsources wie metalperkussion. im bereich dieser art von soundmanipulation ist aube wahrlich schwer zu schlagen; den ersten preis müßte er sich höchstens mit daniel menche teilen. wer also nicht unbedingt masonna-ähnliches kamikazegeschrei erwartet, "brennt" jetzt hoffentlich darauf, diese cd zu erwerben.

auf abwegen, nr. 27, frühjahr/sommer 1999
akifumi nakajima und kein ende. na immerhin können verzweifelte fans, die immer noch hinder den 3-er auflagen minidiscs für installationen in osaka herhecheln aus verzweiflung jetzt mit einem aube-feuerzeug ihre sammlung in brand stecken. bitte nicht, denn dann würden ja auch diese drei scheibchen in schmelzklumpen vergehen, was wirklich jammerschade wäre. embers verarbeitet ausschließlich feueraufnahmen, die von niemand geringerem, als stefan "ant-zen" alt höchstpersönlich ausgeführt wurden, der einfach ungeniert ein mikro in den heimischen kamin hielt. nakajima knetete aus diesen kängen endlose schleifen von knackender abstraktion: interessant ist der kontrast der klangfarben zu der durch die manipulation erzeugten wirkung. das flickern und knistern des feuers suggeriert leben und bewegung, während aubes stoische soundkreisel eher wie gewisse statik und kontrollierbarkeit illustrieren. eine wieder mal durchweg angenehme cd von akijumi nakajima, die aber vor allem wegen der gigantischen aufmachung (cd in pappkarton eingelassen, inklusive schmuckem feuerzeug, plus aufklebern) den kauf unbedingt lohnt.

black #13
aube ist der industrialkünstler akifuma nakajima aus japan, welcher sich die eindimensionalität in sachen soundverwendung zum konzept gemacht hat. er benutzt pro veröffentlichung nur eine sound- bzw. samplingquelle und moduliert daraus immer verschieden klingende bzw. kaum wiedererkennbare collagen. seine bekanntesten ausgangsquellen sind wasser, glas, glühbirnen, herzschlag, lunge und blutgefäße, die entstehenden soundmodulationen reichen von ruhig ambient bis zu harschem noise, welcher aber niemals in ähnlich geschmacklose gefilde abdriftet, wie viele seiner landsleute es tun! die liste seiner veröffentlichungen ist lang und schier endlos, mitunter kommt schon eine art übersättigung zum tragen und meist versuchen die labels dies mit aufwendigen verpackungen zu kaschieren. ich muß zugeben, das auch ich etwas aube müde geworden bin, doch gern erinnere ich mich seinem bisher zugänglichstem werk bzw. der kollaboration mit telepherique auf selbigen label. diese etwas verspätet erschienene cd auf ant zen basiert auf feuer, welches von salt eigenhändig aufgenommen wurde und wir den meister seit langem wieder einmal in die "musikerzunft" erheben können! der diesmal entstandene sound ist wirklich schwer zu beschreiben, da das ganze meist sehr ruhig und subtil ist. auf jeden fall schält sich nach einiger zeit ein gewisser loopiger rhythmus heraus, der immer lauter wird und am ende prasselt das feuer richtig schön und fast unverfremdet vor sich hin. verpackt ist diese 60 minuten cd in einen schlichten pappschuber, welcher glatt von hands sein könnte und als bonus gibt es ein sehr schönes zippo mit aube-schriftzug - scheiße, mein neuer cd-player brennt! (m.f.)

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